Tag der historischen Höfe


Thür feiert neben vielen anderen Festen im 900. Jubiläumsjahr die „Tage der historischen Höfe“


Kultur- und Verschönerungsverein organisiert die Tage mit vielen Thürer Ortsvereinen und lädt zum historischen Spektakel und Feiern ein

Die Vorbereitungen für den Hauptpunkt der Feiern zum 900. Geburtstag der Gemeinde Thür laufen zwischenzeitlich auf Hochtouren. Der Kultur- und Verschönerungsverein hat die Organisation des Festes vom 08.-09. September 2012, zusammen mit vielen Ortsvereinen und freiwilligen Helfern aus Thür übernommen. Unterstützt werden sie dabei von den Mitarbeitern der Tourismusstelle der Verbandsgemeinde Mendig.

Und was da geplant wurde, hat es in sich. Man wird sich innerhalb der Höfe auf eine Zeitreise durch die wechselvolle Geschichte Thürs machen können. Los geht es zu den Thürer „Urzeiten“, als Kelten und Römer noch in unseren Breiten das Sagen hatten, mit einem Hof voller antiker Handwerker, die ihre Kunstfertigkeit unter Beweis stellen, dem Römerhof.

Die Dorfwiese wird von historischen Bogenschützen besetzt, die unter der Leitung der ehemaligen Weltmeisterin im Bogenschiessen Christel Reussner jedermann das Schießen mit Pfeil und Bogen beibringt.  Aber auch ein Thürer Stand wird dort vertreten sein. Alles kann man dort kaufen, was mit Thür zu tun hat. Unter anderem auch das erste „Thürer Somp-Oarsch“, ein leckeres Bier, das in Zusammenarbeit mit der Vulkan-Brauerei speziell etikettiert wurde. 

Auf der Wiese neben der Dorfwiese wird man im Mittelalter auf einem Markt und in einem ritterlichen Heerlager vieles aus der Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung erleben können, ehe es dann weiter in die Zeit der Landsknechte des dreißigjährigen Krieges geht. Aus Bretten kommen die Landsknechte, die auch vor der damals üblichen Hexenverbrennung nicht halt machen und demonstrieren wie das Kriegshandwerk zu der Zeit funktionierte. In dem sogenannten Bäckerhof wird gezeigt wie zu früheren Zeiten das ganze Dorf mit Brot versorgt wurde und man kann hier das köstliche Steinofenbrot auch erwerben.

Die historische Thürer Feuerwehr steht in der Breitsteinstrasse einsatzbereit. Viele Exponate aus früherer Zeit können besichtigt werden, aber Achtung, nicht das auf einmal Aufregung ist, weil die historische Wehr ausrücken muss.

Der Klosterhof in der Breitsteinstrasse zeigt wie die vielen geistlichen Besitzer der Thürer Höfe früher auf ihren Gütern wirkten und wie sie lebten. Das Mönche und Nonnen aufeinmal in ganz andere Rollen schlüpfen, wird die Besucher wundern, aber auch unterhalten. Eine große Freude ist es Pater Ralf unter den Gottesleuten zu sehen. In einem weiteren Hof wird die große landwirtschaftliche Tradition der Gemeinde mit allerlei Exponaten dargestellt, die unterstützt wird durch eine große Traktorenausstellung in der Segbach- und Bahnhofstrasse..

Die sich beteiligenden Höfe haben nur für die Festtage ihren Namen gewechselt. Die Namen deuten, was in den Höfen dargestellt wird. Auf großen Tafeln kann man sehen, in welche Zeit man eintaucht.

In der Bahnhofstrasse/Breitsteinstrasse wird in drei Höfen die neuere Zeit lebendig. Ein Feldlager aus der friederizianischen Zeit im Preussenhof, in dem mit einem Augenzwinkern gespielt wird, wie der „Alte Fritz“ eine List anwandt, um die skeptische Bevölkerung von der Kartoffel zu überzeugen. Nachher weiß man wie die Kartoffel zu uns kam.

Im Franzosenhof in der Breitsteinstrasse wird man auf eine französische Kommandantur treffen, in der Napoleon Bonaparte höchstpersönlich auftritt. Was uns die Zeit französischer Herrschaft alles brachte und besonders da blieb, wird auf unterhaltsame und vielleicht nicht ganz historisch korrekte Art gezeigt.

Eingangs- und Endpunkt der Bahnhofstrasse ist der Kaiserhof, bei dem Kaiser Wilhelm seine Untertanen begrüßt und die ihn hochleben lassen. Schlußpunkt setzen dann der „Schulhof“, in dem die alte Schulzeit gezeigt wird, wie es in der alten Volksschule war und in der „Kennerverwoarschull“ zuging und wo Kinder aus Thür viele leider schon vergessene Kinderspiele wieder aufleben lassen.

Die Tradition der Steinhauer und Steinmetze steht ganz im Mittelpunkt des Steinhauerhofes in der Mendiger Straße. Historische Steinbearbeitungstechniken, Werkzeuge der Steinbildhauerei sind bei der Arbeit zu beobachten. Die Arbeit in den Steinbrüchen wird vorgeführt und historische Fotos verdeutlichen die Arbeit durch, mit und am Stein.

Und das schöne ist, in den meisten Höfen wird nicht nur was gezeigt, sondern auch was vorgespielt. Beim Besuch erhalten sie an den Eingängen ein ausführliches Programm, bei dem sie alle „Spielzeiten“ erhalten.

Ein bunter Antikmarkt schlängelt sich durch die Breitsteinstrasse. Händler aus der ganzen Republik und aus dem benachbarten Ausland zeigen und bieten historische Geräte, Gebrauchsgegenstände und allerlei kleine und große Kuriositäten an.

Abgerundet wird das ganze durch eine große Bühne, wo an beiden Tagen ein buntes Bühnenprogramm abläuft sowie Speise- und Getränkestände rund um den Dorfplatz und die Scheune, Aber auch in verschiedenen Höfen wird es Leckere Speisen und Getränke geben. Und in der Hochstrasse wird es abseits des Höfetreibens Gelegenheit geben, sich in aller Ruhe Thür in seinen alten Ansichten einmal genauer anzusehen.

Wer jetzt Lust hat, mit dabei zu sei, der kann dies gerne tun. Thür feiert mit und für seine Gäste und seine Bürgerinnen und Bürger.

Samstag, 08.09.2012 von 14.00 – 20.00 Uhr, Bühnenprogramm bis 00.00 Uhr

Sonntag, 09.09.2012 von 11.00 – 18.00 Uhr, Bühnenprogramm bis 21.00 Uhr

Programm zum Download (470 KB)

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